Erfweiler-Ehlingen

Abschlussbericht zum Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ – Teil 3

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

In dieser Woche möchte ich Sie über die Bewertung der Bundeskommission zu den Themen „Baugestaltung und Siedlungsaktivitäten“ sowie „Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft“ informieren.

Michael Abel, Ortsvorsteher

Baugestaltung und Siedlungsaktivitäten

Erfweiler-Ehlingen entstand aus zwei unabhängigen mittelalterlichen Siedlungskernen. Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius mit dem sogenannten „historischen Römerturm" prägt den Ort. Der Kulturraum um die Kirche in seiner denkmalpflegerischen Dichte ist hervorstechend und von besonderem Wert, der bewahrt werden sollte. Der Dorfmittelpunkt der beiden ursprünglich getrennten Dörfer wurde bereits durch dorfgerechte Oberflächengestaltung (Bepflasterung) mit einem neuen, gelungenen Brunnenplatz aufgewertet. Die Kommission empfiehlt, diese Entwicklungen im weiteren Verlauf der Römerstraße fortzusetzen. Außerdem sieht sie Aufwertungspotenzial in einer Entsiegelung weiterer Flächen im Dorf, wie z. B. einer Neugestaltung des Schulhofs. Darüber hinaus bietet sich eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der Baugestaltung des Dorfes an. Der vorliegende Hauskatasterplan kann hierfür eine Grundlage darstellen.

Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft

Das innerdörfliche Bild von Erfweiler-Ehlingen ist einerseits durch „modische" gartengestalterische Elemente und andererseits durch eine stark an einer ökologischen Denkweise orientierte Gestaltung geprägt. Als außerordentlich gelungen beurteilt die Kommission insbesondere das Lernprojekt Streuobstwiese" der Arnold-Rütter-Schule mit Klassenpatenschaften für einzelne Apfelbäume. Ebenso überzeugend ist die Verzahnung von Siedlungsbestand mit Streuobstwiesen, Glatthaferwiesen, dem Mandelbach und dem Erfweiler Brühlbach mit Kopfweiden und naturbelassener Flora. Dieser eingeschlagene Weg kann durch eine Einbindung des Gewerbegebietes in das natürliche Landschaftsbild - auch im Hinblick auf die geplante Erweiterung dieses Gebietes - fortgesetzt werden.

Aus Sicht der Bewertungskommission kann der Biosphären-Status zur verstärkten Nutzung als Marketing-Instrument durch alle Akteure im Dorf einschließlich Verwaltung und Politik genutzt werden. Einen weiteren Ansatzpunkt bildet die vorhandene Bepflanzung im Umfeld der Kirche. Eine Arbeitsgruppe „Biblische Pflanzen und Marienpflanzen" könnte die vorhandenen Pflanzungen rund um die Kirche um weitere Pflanzenarten entsprechender Zuordnung ergänzen und diese mittels Beschilderung erklären.
Schließlich hält die Kommission es auch für erstrebenswert, für die Wölb-Äcker als Zeichen einer sehr alten Ackerbewirtschaftung einen offiziellen Schutzstatus als Bodendenkmal zu erwirken.