Drei runde Türme stehen
im schönen Pfälzerland,
von wenigen gesehen,
den meisten unbekannt.
Es sind drei graue Vettern
aus dunkler Ahnenzeit,
Sie trotzen Sturm und Wettern,
steh´n felsenfest noch heut.
Wozu die Veteranen
im Gau und an der Blies?
Erwuchsen sie den Ahnen
vielleicht zum Burgverließ?
Galt es den Feind zu melden?
Entstanden sie zum Trutz,
zum Grabmahl tapfrer Helden,
zum legionären Schutz?
Das alles liegt begraben
Jahrhunderte zurück,
Den Spaten wir nicht haben
zu lüften das Geschick.
Wir sah´n die Götzen fallen,
die stolzen Römern flieh´n,
die Ruhm- und Siegeshallen
in Feuerflammen glüh´n.
Da ist das Kreuz erschienen
mit ihm das Christentum,
Es schuf die Turmruinen
in Kirchentürme um.
Ein Kirchlein dran sich schmieget
aus hartem Kalkgestein;
im Umkreis aber lieget
ein Gottesäckerlein.
Allda ward ausgesäet
die Auferstehungssaat,
und was der Tod gemähet,
dort Ruh´ gefunden hat.
Sind´s Römer, sind es Kelten,
die Stein auf Stein gefügt;
gleichviel. Die Türme melden;
Das Kreuz, es hat gesiegt!
Dies inhaltsschöne Gedicht stammt von dem 1907 zu Erfweiler verstorbenen und dortselbst begrabenen Pfarrer Arnold Rütter, der sich während seiner 32jährigen Tätigkeit in Erfweiler um die Heimatforschung des Bliesgaues sehr verdient gemacht hat.
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